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06.09.2014

Üben für den Ernstfall - Brand im Gewerbebetrieb

„Brennt Gewerbebetrieb, 5 Personen vermisst“ lautet die Einsatzmeldung, mit der die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Greven am Samstagnachmittag um 16.10 Uhr alarmiert werden. Beim Eintreffen der Löschzüge bei der Firma „Setex“ dringt dichter Rauch aus dem Gebäude und es befinden sich mehrere Personen auf dem Dach, die um Hilfe rufen.

Die Lage wird vom Einsatzleiter erkundet, die Fahrzeuge werden einsatztaktisch aufgestellt und es wird mit der Menschenrettung begonnen. Aufgrund der Größe des Objektes und der Vielzahl der eingesetzten Kräfte wird der Einsatz in vier Abschnitte aufgeteilt. Zwei Abschnitte beinhalten das brennende Industriegebäude, ein Abschnitt bildet die offene Wasserentnahmestelle an der Ems und ein Abschnitt wird für die Patientenablage gebildet.

Mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz gehen in den verqualmten Werkstattbereich vor und suchen nach den vermissten Personen. Über die Drehleiter wird die Menschenrettung vom Dach durchgeführt. Anschließend geht die Drehleiter zur Brandbekämpfung mittels Wenderohr in Stellung.

Zwischen dem Einsatzgeschehen laufen deutlich viele Leute „in zivil“ herum, die das Vorgehen kritisch beobachten. Auch Leute von der Presse sind pünktlich am Ort des Geschehens. Denn alles ist bereits länger geplant von Löschzugführer und Atemschutzgerätewart Meik Kramer. Es handelt sich um die alljährlich stattfindende Herbstübung der Feuerwehr Greven, die dieses Jahr auf dem Gelände der Textilfirma „Setex“ (ehemals Cramer Textilfabrik) stattfindet.

Gegen 17.45 Uhr zieht der Einsatzleiter Thomas Grund Bilanz: das Feuer ist gelöscht, insgesamt sind 10 Personen gerettet, die Übung wird beendet. Nachdem alle Fahrzeuge wieder einsatzbereit aufgerüstet sind, findet die anschließende Manöverkritik an der Wache des Löschzuges Stadtmitte am Hansaring statt.

Ehrenwehrführer Werner Keller bemängelt das Fehlen des Löschzuges Gimbte und die ungünstige Aufstellung eines Fahrzeuges. Die Übung war im Wesentlichen jedoch „eine runde Sache“ in den Augen vom Feuerwehr-fachkundigen Bürgermeister Peter Vennemeyer, der wiederum die Anwesenheit der "vier Herren im weißen Hemd" ohne Schutzkleidung kritisiert. Über Schutzkleidung, wenigstens Helm, müsse nachgedacht werden.

Nach Beendigung des offiziellen Teils folgt ein gemütlicher Ausklang an der Wache.

Text: O.Bahn
Bildmaterial: O. Wallmeyer

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